UMGANG mit Gewalt und Aggression bei Menschen mit PSYCHISCHER ERKRANKUNG

Immer wieder sind psychiatrische Diagnosen die Erklärung für Gewalttaten oder aggressives Verhalten. Das betrifft den Betreuungsalltag ebenso wie das gesamte Lebensumfeld psychisch erkrankter Menschen.
In diesem Seminar geht es darum, die Zusammenhänge von psychiatrischen Diagnosen und aggressivem Verhalten vertiefend zu bearbeiten. Typische Symptome psychischer Erkrankungen und deren Einfluss auf Aggressionsbereitschaft und gewalttätiges Verhalten werden dargestellt und anhand praktischer Fälle veranschaulicht. Grundsätzliche und situationsabhängige Risikofaktoren in der Arbeit mit psychisch kranken Menschen werden extrahiert, um in Folge allgemeine und individuelle Ideen zur Risikominimierung im eigenen Arbeitsumfeld erarbeiten zu können.
Des Weiteren wird die rechtliche Situation in Bezug auf Zwangsbehandlungen und Haftungsfragen ausgeleuchtet. Schließlich werden typische Eskalationsmodelle erklärt, Deeskalationsstrategien vorgestellt und praktisch in Gruppenübungen angewandt.

LERNERGEBNISSE – SIE ALS TEILNEHMER/IN

  • kennen die Zusammenhänge von psychiatrischen Diagnosen und Gewaltbereitschaft bzw. aggressivem Verhalten.
  • kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Unterbringung psychisch erkrankter Personen.
  • wissen, welche Risiken für Sie als MitarbeiterIn bzw. für das Umfeld entstehen können und wie im Vorfeld eine Risikoeinschätzung gemacht werden kann.
  • haben Kenntnis über Eskalationsphasen und entsprechende Deeskalationsmöglichkeiten.

REFERENTINNEN:
Dr.in Eva Kada, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (VT), Sexualtherapeutin, Leitung der offenen forensischen Station des LKH Graz Süd-West, Standort Süd.
Mag.a Anita Raiger, MA, Forensische Psychologin, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Mediatorin, gerichtlich beeidigte & zertifizierte Sachverständige mit dem Schwerpunkt auf Gefährlichkeits- und Rückfallprognosen von Gewalt- und Sexualstraftätern.
Dr. Erwin Schwentner, Jurist, SenPräs. d. OLG Graz iR., PatientInnen- und Angehörigenberatung, Mitarbeit bei der Patienten- und Pflegeombudsschaft Steiermark, Mitglied der Volksanwaltschaft und diverser Expertenkommissionen.


FEEDBACK von ehemaligen TeilnehmerInnen am Seminar:

„Sehr interessant und durch die Beispiele aus der Praxis sehr realitätsnah – Danke!“
„Die ReferentInnen haben mich sehr begeistern können, sehr lebendige Gestaltung der Fortbildung, alles Top!“

Termin:
Mo, 27. und Di, 28. April 2020, jeweils 9-17 Uhr (16 UE)
Ort:
alpha nova Akademie, Kalsdorf
Kosten:
350,00 Euro (inkl. 10 % USt)
Anmeldeschluss:
Do, 9. April 2020
Vom Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) anerkannt.