RECHTLICHE und ETHISCHE Entscheidungsfindung in der psychosozialen Versorgung

Seit jeher treffen Menschen, die mit psychisch kranken Personen arbeiten, im Umgang mit ihren Klient*innen ethisch und rechtlich relevante Entscheidungen.

Zum Beispiel

  • wenn jemand an der Therapie nicht mehr mitwirken will und sich dadurch potentiell selbst- und/oder fremdschädliche Konsequenzen abzeichnen.
  • wenn Kund*innen Anspruch auf einige Aspekte der sozialpsychiatrischen Versorgungstruktur erheben, eigenverantwortlich aber keinen Beitrag zu einer psychischen Stabilisierung leisten.

Überall da ist eine ethische und rechtskonforme Entscheidungsfindung gefragt. Juristisch bewegen wir uns hier im Spannungsfeld zwischen den Vorgaben der UN-Menschenrechtskonvention, dem Unterbringungsgesetz und Haftungsfragen jeder Art. Das Seminar bietet eine umfassende Vorstellung der rechtlichen Situation inklusive Haftungsgrundsätzen und Dokumentation sowie die Vermittlung von grundsätzlicher Herangehensweise ethischer Reflexion.

LERNERGEBNISSE – SIE ALS TEILNEHMER*IN

  • sind in der Lage, einen Fall / eine Situation gemäß rechtlicher Grundsätze und ethischer Prinzipien zu reflektieren.
  • können Haftungsrisiken realistisch einschätzen, sinnvolle Entscheidungen treffen und diese entsprechend begründen und dokumentieren.
  • reflektieren anhand von (mitgebrachten) Fallbeispielen rechtliche und ethische Aspekte.

REFERENT*IN:
Dr.in Eva Kada, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (VT), Sexualtherapeutin, Leitung der offenen forensischen Station des LKH Graz Süd-West, Standort Süd.
Dr. Erwin Schwentner, Jurist, SenPräs. d. OLG Graz iR., Patient*innen- und Angehörigenberatung, Mitarbeit bei der Patienten- und Pflegeombudsschaft Steiermark, Mitglied der Volksanwaltschaft und diverser Expertenkommissionen.

Termin:
Di, 28. September 2021, 9-17 Uhr (8 UE)
Ort:
alpha nova Akademie, Kalsdorf
Im Bedarfsfall online via Zoom
Kosten:
185,00 Euro (inkl. 10 % USt)
Anmeldeschluss:
Di, 14. September 2021
Vom Berufsverband Österreichischer Psycholog*innen (BÖP) anerkannt.