MENTALISIERUNGSFÄHIGkeit

Mentalisierungsbasierte Haltung im Umgang mit Klient:innen

Es ist bekannt, dass Klient:innen im psychosozialen Setting eher komplexe Verhaltensweisen und emotionale Schwierigkeiten aufweisen, die Betreuer:innen im Umgang mit dieser Zielgruppe teilweise an ihre Grenzen bringen. Die mentalisierungsbasierte Haltung dient dazu, die Emotions- und Verhaltensweisen der Klient:innen besser zu verstehen und demnach zu handeln.

Mentalisieren kann als Fähigkeit verstanden werden, dem eigenen und dem Verhalten anderer einen Sinn zuzuschreiben. Zu den Schlüsselkomponenten der mentalisierenden Haltung gehören Neugierde, Humor und das Interesse an der Erforschung der Perspektive des Anderen durch eine konstante Berücksichtigung dessen kognitiven und affektiven Zustands.

Im Seminar wird das theoretische Konzept und die Methoden der Mentalisierung vorgestellt, mit dem Ziel, in konfliktreichen Situationen oder bei Affektdurchbrüchen der Klient:innen reflektiert und emotional reguliert zu bleiben.

LERNERGEBNISSE – SIE ALS TEILNEHMER:IN

  • lernen das Konzept der Mentalisierungsfähigkeit kennen.
  • erfahren etwas über die Grenzen der eigenen Mentalisierungsfähigkeit.
  • bekommen einen Überblick über praktische Anwendungsbereiche.
  • üben die mentalisierungsbasierte Haltung im psychosozialen Berater:innen-Setting.

REFERENTIN:
Mag.a Nadja Springer, Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin, Dialog – individuelle Suchthilfe, Wien.