in Fürstenfeld: UMGANG mit Gewalt und Aggression bei Menschen mit PSYCHISCHER ERKRANKUNG

unter Berücksichtigung rechtlicher Aspekte

Psychische Erkrankungen können zu aggressivem Verhalten führen, das betrifft den Betreuungsalltag ebenso wie das gesamte Lebensumfeld psychisch erkrankter Menschen.

In diesem Seminar sollen die Teilnehmer:innen vor dem Hintergrund rechtlicher und berufsethischer Aspekte Kommunikations- und Reaktionstechniken erlernen, die ihnen den Umgang mit aggressivem Verhalten von Klient:innen und damit auch den Berufsalltag erleichtern.

Die zu vermittelnden Handlungskompetenzen umfassen alle 3 Aspekte von Gewaltsituationen, die der primären Prävention (Reaktionen), der sekundären Prävention (Krisenintervention) und der tertiären Prävention (Nachbearbeitung/ Risikomanagement). Es soll – insbesondere auch rechtlich – das Bewusstsein

für Risiken erhöht und die Fähigkeit zur Kommunikation unter Stress verbessert werden. Eine Grundlage dazu ist die Entwicklung einer entsprechenden inneren (Einstellung) und äußeren (Körpersprache/Verhalten) deeskalierenden Haltung gegenüber Klient:innen.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf Zwangsbehandlungen, Selbst- und Fremdbestimmung, Sorgfaltspflichten sowie Haftungsfragen werden aus- führlich und an Hand von Fallbeispielen besprochen.

LERNERGEBNISSE – SIE ALS TEILNEHMER:IN

  • erkennen die Zusammenhänge von psychischen Risikofaktoren und Gewaltbereitschaft bzw. aggressivem Verhalten.
  • verstehen relevante rechtliche Rahmenbedingungen für die Arbeit mit psychisch erkrankten Personen.
  • wissen, welche (auch rechtlichen) Risiken für Sie als Mitarbeiter:in bzw. für das Umfeld entstehen können und wie man ihnen begegnen kann.
  • haben Kenntnis um Eskalationsphasen und entsprechende Deeskalationsmöglichkeiten.

REFERENTEN:
Alexander Weber, staatlich geprüfter Gesundheits- und Krankenpfleger tätig in der Psychiatrischen Akutstation im LKH Graz II, Standort Süd, Trainer und Berater für Deeskalations- und Sicherheitsmanagement im Gesundheits- und Sozialbereich.
Dr. Erwin Schwentner, Jurist, SenPräs. d. OLG Graz iR., PatientInnen- und Angehörigenberatung, Mitarbeit bei der Patienten- und Pflegeombudsschaft Steiermark, Mitglied der Volksanwaltschaft und diverser Expertenkommissionen

Termin:
Mo, 9. Mai und Di, 10. Mai 2022, jew. 9-17 Uhr (16 UE)
Ort:
Lebenshilfe Fürstenfeld, Buchwaldstraße 14, 8280 Fürstenfeld
Kosten:
370,00 Euro (inkl. 10 % USt)
Anmeldeschluss:
Mo, 25. April 2022
Vom Berufsverband Österreichischer Psycholog:innen (BÖP) anerkannt.